Kammermusikfest Hamburg

01. bis 15. November 2017

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Kammermusikfest Konzerte 2016

Sonntag, 12. November 2017 · 19.00 Uhr · Palais Esplanade:

Konzert 8. Hamburger Kammermusikfest International

Musikfoerderung

Mihaela Martin (Violine) Rumänien / Deutschland
Frans Helmerson (Violoncello) Schweden / Deutschland
Claudia Stein (Flöte) Deutschland
Annegret Kuttner (Klavier) Deutschland

Vier hochkarätige Musikerinnen und Musiker, jeder für sich ein exzellenter Solist, spielen in dieser einzigartigen Formation im Gartensaal des Palais Esplanade, welcher eine große Nähe zu den Musikern und den Musikstücken entstehen lässt.

Die gebürtige Rumänin Mihaela Martin zählt zu den herausragendsten Violinvirtuosen ihrer Generation. Zu den wichtigsten Orchestern, mit denen sie konzertierte zählen das BBC Symphony, das Royal Philharmonic und das Montreal Symphony Orchestra sowie das Mozarteumorchester Salzburg und das Gewandhausorchester Leipzig. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi zusammen.
Großen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des schwedischen Cellisten Frans Helmerson hatten Sergiu Celibidache und sein Förderer Mstislav Rostropovich. Er spielt mit vielen namhaften Orchestern und erhält für seine Konzerte und Einspielungen hervorragende Kritiken. Seine Aufnahme von Dvoraks Cellokonzert (mit Neeme Järvi und dem Göteborg Symphonieorchester) wurde "zur besten auf dem heutigen Markt vorhandenen Aufnahme" gewählt. Hochgelobt ist auch seine Aufnahme von Schostakovichs Cello Konzert Nr. 1. Als international begehrte Solistin für Flöte und Kammermusikpartnerin gastiert Claudia Stein in allen europäischen Musikzentren sowie in Israel, Japan und Amerika. Ihre musikalische Ausstrahlung veranlasst viele Komponisten ihr Uraufführungen zu widmen. Die Pianistin Annegret Kuttner überzeugt das Publikum durch ihre natürliche Art der Interpretation und die Leichtigkeit und Durchsichtigkeit ihres Spiels. Die gefragte Pianistin konzertiert neben ihrer Lehrtätigkeit regelmäßig solistisch und als Kammermusikerin in den verschiedensten deutschen Musik- und Kulturzentren sowie im Ausland.

Das Konzert beginnt mit mystisch-verträumten Klängen des in Rumänien geborenen George Enescu, das der Flötistin ein hohes Maß an geschicklichem Einfühlungsvermögen abverlangt. Enescu war ein Wanderer zwischen den Welten des Balkans und Westeuropas. Paris wurde zum Zentrum seines Lebens und Schaffens. Dort schrieb er auch 1904 sein einziges Flötenwerk das "Cantabile et Presto" für Flöte und Klavier. Der Schweizer Komponist Ernest Bloch schrieb die "Baal-Shem Suite" (3 Bilder aus dem chassidischen Leben) für Violine und Klavier in der Zeit, in der er die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. In diesem Triptychon drückt er sein starkes Gefühl zum Jüdischen aus, eine Art hebräische Meditation in der die jüdische Seele, die rätselhafte, feurige, unruhige Seele zum Ausdruck kommt. Im 2. Satz Nigún (Improvisation) vermittelt Bloch am stärksten das Gefühl des ekstatischen religiösen Singens.
Carl Maria von Webers Trio für Flöte, Violoncello und Klavier g-Moll op. 63 ist inspiriert von Goethes Schäfers-Klagelied und stieß in der Musikfachwelt zuerst auf großes Unbehagen, was sich auf die Konzertsäle ausgewirkte und daher selten zu hören war. Sein Rang als ein bedeutendes Klaviertrio der Romantik wurde zuerst nicht hinreichend gewürdigt. Erst durch das Nachkomponieren auf typisch romantische Weise einer Liebessehnsucht und Volksliedästhetik hat Weber das Werk in den Rang eines romantischen Grand Trio erhoben.
Frédéric Chopin konnte wegen des Aufstands in Warschau nicht nach Polen von einer Auslandsreise zurückkehren. So blieb er bis zu seinem Tode in Paris. Die Sonate für Klavier und Violoncello g-Moll op. 65 ist seine einzige und auch letzte mit einer Opuszahl versehene Komposition. Chopins Zeitgenossen fanden die Cellosonate eher schwer verständlich, obwohl sie nur so strotzt vor Chopins typischen musikalischen Leidenschaft. Der erste lange Satz Allegro moderato hat wegen seiner etwas zu starken Gewichtung auf das Klavier eine leichte Unausgewogenheit, stellt daher aber auch ein musikhistorisches Dokument dar. In den weiteren drei Sätzen findet Frédéric Chopin zu weitaus organischeren Proportionen zurück.
Fanny Mendelssohn-Hensel hatte ganz andere Probleme, denn für sie war es unmöglich sich in der Öffentlichkeit als Komponistin zu bekennen. Das Trio für Violine, Violoncello und Klavier d-Moll op. 11 offenbart eine Komponistin auf der Höhe ihrer kraftvollen Schreibweise. Das umfassende Hauptthema und das Finale offenbaren eine absolute Komponistinnen-Persönlichkeit mit entschieden ausdrucksstarken Qualitäten.

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Mihaela Martin (Violine) Rumänien / Deutschland

Mihaela Martin · Violine

Rumänien / Deutschland

Die gebürtige Rumänin Mihaela Martin zählt zu den herausragendsten Violinvirtuosen ihrer Generation. Im Alter von 5 Jahren erhielt sie von ihrem Vater ihren ersten Geigenunterricht. Später studierte sie bei Stefan Gheorghiu, einem Schüler von George Enescu und David Oistrach.

Mit 19 Jahren gewann Mihaela Martin den zweiten Preis beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau, worauf weitere Hauptpreise in Montreal, Sion und Brüssel folgten. Die Auszeichnung mit dem 1.Preis beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis war der Beginn ihrer internationalen Karriere. Zu den wichtigsten Orchestern mit denen sie konzertierte zählen das BBC Symphony, das Royal Philharmonic und das Montreal Symphony Orchestra, sowie das Mozarteumorchester Salzburg und das Gewandhausorchester Leipzig. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi zusammen. In der vergangenen Saison trat Mihaela Martin sowohl solistisch als auch bei Kammermusikfestivals in Italien, Norwegen, England, Frankreich, Israel, Deutschland, Griechenland, Rumänien und der Schweiz auf. Neben Daniel Austrich, Nobuko Imai und Frans Helmerson ist sie festes Mitglied des Michelangelo Streichquartetts, das sie 2003 mitbegründete.

Mihaela Martin ist Professorin an der Musikhochschule Köln und an der Haute Ecole de Musique in Genf und gibt Meisterkurse auf der ganzen Welt. Regelmäßig wird sie als Jurorin großer internationaler Wettbewerbe eingeladen, darunter Queen Elisabeth (Belgien), Indianapolis (USA), Enescu (Rumänien) und Tschaikowsky (Russland). Mihaela Martin spielt eine Geige aus dem Jahre 1748 von J.B. Guadagnini.

Frans Helmerson (Violoncello) Schweden / Deutschland

Frans Helmerson · Violoncello

Schweden / Deutschland

Der schwedische Cellist Frans Helmerson erhielt seine Ausbildung zunächst bei Guido Vecchi in Göteborg, anschließend bei Giuseppe Selmi in Rom und William Pleeth in London. Großen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten außerdem Sergiu Celibidache und sein Förderer Mstislav Rostropovich. 1971 gewann er einen der renommiertesten Musikpreise für Cellisten, den Cassadó-Wettbewerb in Florenz - nur die erste von vielen weiteren Auszeichnungen. Tourneen führten ihn ins europäische Ausland sowie nach Japan, Russland, Südamerika, Australien, Neuseeland und in die USA.

Frans Helmerson spielt mit vielen namhaften Orchestern und erhält für seine Konzerte und Einspielungen hervorragende Kritiken. Seine Aufnahme von Dvoraks Cellokonzert (mit Neeme Järvi und dem Göteborg Symphonieorchester) wurde "zur besten auf dem heutigen Markt vorhandenen Aufnahme" gewählt. Hochgelobt ist auch seine Aufnahme von Schostakovichs Cello Konzert Nr. 1.

Frans Helmersons Liebe zur Kammermusik ist ein weiterer wichtiger Motor für seine musikalischen Aktivitäten. Er ist regelmäßig bei den wichtigsten Europäischen Festivals zu Gast, unter anderem in Verbier, dem Pablo Casals-Festival oder beim Ravinia Festival. Über viele Jahre war er künstlerischer Leiter des "Umea-Korsholm International Chamber Music Festival". 2002 gründete er mit Mihaela Martin, Stephan Picard und Nobuko Imai das Michelangelo String Quartet. Neben seiner Karriere als Solist, Kammermusiker und auch als Dirigent unterrichtete Frans Helmerson mehrere Jahre an den Musikhochschulen in Köln und in Madrid. Seit 2011/12 ist er als Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin tätig. Er spielt ein Cello von Domenico Montagnana (1690-1750).

Claudia Stein, Flöte

Claudia Stein · Flöte

wurde in Dresden geboren und erhielt mit fünf Jahren den ersten Klavierunterricht. Mit 11 Jahren begann ihre Ausbildung auf der Querflöte.  An der Dresdner Hochschule für Musik studierte sie Flöte bei Eckart Haupt und absolvierte ein Aufbaustudium an der Karlsruher Musikhochschule bei Renate Greiss-Arnim. Noch während dieser Zeit, mit nur 23 Jahren, erhielt sie ein Engagement als Soloflötistin der Staatskapelle Berlin unter Generalmusikdirektor Daniel Barenboim. Gleichzeitig spielte sie als Soloflötistin im Bayreuther Festspielorchester.

Als Solistin trat Claudia Stein unter anderem mit der Staatskapelle Berlin, dem Gulbenkian Foundation Orchestra Lissabon, den Bremer Philharmonikern, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und dem Deutschen Kammerorchester Berlin auf. Ihr musikalisches Können brachte sie mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Pierre Bouléz, Simon Rattle, James Levin, Carlo Maria Giulini, Zubin Mehta, Vladimir Ashkenazy, Sebastian Weigle, Karl Heinz Steffens, Lawrence Foster, Axel von Brück und Julien Salemkour gemeinsam auf die Bühne.

Als international begehrte Solistin und Kammermusikpartnerin gastierte Claudia Stein in allen europäischen Musikzentren sowie in Israel, Japan und Amerika. Sie ist regelmäßig Gast bei internationalen Festivals wie Elena Bashkirovas „Intonations“ in Berlin, dem Kammermusikfestival Hamburg, Schleswig-Holstein-Festival und dem Festival für Neue Musik „Intersonanzen“.

Zu ihren Kammermusikpartnern zählen renommierte Künstler wie Daniel Barenboim, Magdalena Kožená, Christine Schäfer, Roman Trekel, Tamara Stefanovich, Elena Bashkirova, Michael Barenboim, Claudio Bohórquez, Barbara Buntrock, David Coleman u.v.m.

Seit mehreren Jahren gibt Claudia Stein Konzerte mit dem Streichtrio Berlin sowie im Duo mit Nora Koch -Soloharfenistin der Dresdener Philharmonie. Als Duo „Flöte und Klavier“ musiziert sie mit dem international gefragten Pianisten und Dirigenten Paul Connelly und im Bereich moderner Musik mit Tamara Stefanovich. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst viele Stilepochen, insbesondere auch die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts wie beispielsweise „explosante fixe originel“ für Flöte und Orchester von Pierre Boulez. Dieses Werk spielte sie u.a. sowohl in der Orchesterfassung unter Philippe Jordan in Berlin, in Lissabon mit Lawrence Foster als auch mehrfach in der Kammermusikfassung unter Pierre Boulez in Berlin und mit Daniel Barenboim in Wien.

Sie unterrichtet an der Akademie der Staatskapelle Berlin und seit 2015 an der Barenboim-Said-Akademie in Berlin. Im West-Eastern Divan bildete sie junge Musiker aus und arbeitete während der Gründungsphase des Musikkindergartens Berlin an der Erstellung des musikalisch- pädagogischen Konzeptes. Resonanz ihrer musikalischen Ausstrahlung findet Claudia Stein in den ihr gewidmeten und von ihr uraufgeführten Werken vieler Komponisten wie David Robert Coleman, Michael Kleemann, Sebastian Undisz, John Rausek und Gisbert Näther. 

Annegret Kuttner (Klavier) Deutschland

Annegret Kuttner · Klavier

Deutschland

“... Kuttners often light-fingered playing was impressive for its airy clarity...”

Irish Times, 07/07

„…Annegret Kuttners Spiel ist von hoher Professionalität und Perfektion, von ansteckender, bisweilen elektrisierender Musizierfreude und von großer stilistischer Sicherheit in der Interpretation geprägt...“

Sächsische Zeitung, 03/08

Die Pianistin Annegret Kuttner hat ihren Weg gefunden, das Publikum durch ihre natürliche Art der Interpretationen und die Leichtigkeit und Durchsichtigkeit ihres Spiels zu begeistern.

Als Kammermusikpartnerin ist sie sehr beliebt und hochgeschätzt.

Ihre ersten musikalischen Anregungen erhielt Annegret Kuttner in ihrer Heimatstadt Zittau. Nach der erfolgreichen Teilnahme am Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau setzte sie ihre pianistische Ausbildung an der Spezialschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden fort. Während dieser Zeit nahm sie mehrfach mit großem Erfolg am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert" teil und spielte als Solistin u.a. mit dem Europa-Jugendorchester Konzerte in Deutschland und verschiedenen Ländern Europas.

Das anschließende Klavierstudium absolvierte Annegret Kuttner an der Dresdner Hochschule für Musik bei Prof. Peter Rösel, weitere Impulse erhielt sie bei Meisterkursen von  K.-H. Kämmerling, P. Gililov und A. Webersinke.

Sie ergänzte anschließend ihre Ausbildung durch ein Zusatzstudium für instrumentale Korrepetition bei Frau Prof. Raithel und ein weiteres Studium für Cembalo beim international renommierten Experten für Alte Musik, Prof. Ludger Remy. Ihre Studien schloss sie 2004 „Mit Auszeichnung“ ab.

Annegret Kuttner ist Dozentin für Korrepetition an der  „Hochschule für Musik und Theater“ Leipzig.

Die gefragte Pianistin konzertiert neben ihrer Lehrtätigkeit regelmäßig in verschiedensten deutschen Musik- und Kulturzentren sowie im Ausland.

Ihre Vorliebe gilt besonders der Kammermusik. Gemeinsam u.a. mit Peter Bruns, Sayako Kusaka, Pauline Sachse, Benjamin Schmid, Ivan Zenaty, Vladimir Bukac, Jörg Brückner und dem Reinholdquartett spielte sie u.a. Konzerte in der Berliner Philharmonie, in New York, in Istanbul, im Gewandhaus zu Leipzig, auf Schloss Albrechtsberg und in der Frauenkirche zu Dresden.

Weitere Konzertreisen führten Sie nach Tschechien, Polen, in die Schweiz, in die Türkei, nach Irland, Israel, Lettland,  Südafrika, Australien, und in die USA. In New York spielte sie gemeinsam mit dem Cellisten Peter Bruns das Gesamtwerk von Beethoven für Cello und Klavier. Diese Konzerte wurden von Publikum und  Presse hochgelobt.

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