Kammermusikfest Hamburg

01. bis 15. November 2017

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Kammermusikfest Konzerte

Dienstag, 07. November 2017 · 20.00 Uhr · KulturKirche Altona:

Konzert 8. Hamburger Kammermusikfest International
Mitglieder des West Eastern Divan Orchestra

Musikfoerderung

Yamen Saadi (Violine) Israel / Deutschland
Asaf Levy (Violine) Israel / Deutschland
Sindy Mohamed (Viola) Ägypten / Deutschland
Nassib Ahmadieh (Violoncello) Libanon / Deutschland
Jussef Eisa (Klarinette) Deutschland

Seit mehr als 15 Jahren ist das West-Eastern Divan Orchestra eine feste Größe in der internationalen Musikwelt. 1999 rief Daniel Barenboim zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said ein Orchester ins Leben mit dem Ziel, den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen des Nahen Ostens durch die Erfahrungen gemeinsamen Musizierens und des Zusammenlebens zu ermöglichen. Die jungen Orchestermitglieder dieses Konzertabends stammen alle aus dem Nahen Osten (Israel, Ägypten und dem Libanon). Sie gehören zur aufstrebenden internationalen Nachwuchselite, verfügen bereits über umfangreiche kammermusikalische Erfahrungen und spielen regelmäßig in namenhaften Orchestern und auf bekannten Festivals.

Das Konzertprogramm gleicht einem Feuerwerk der Kammermusik unterschiedlichster Kulturen. Es beginnt mit dem Quintett für Klarinette und Streichquartett op. 107 des aus Österreich stammenden und nach Edinburgh emigrierten Komponisten Hans Gál. Vorbild für seinen eigenen Stil war Johannes Brahms. Er legte viel Wert auf eine souveräne Beherrschung des Kompositionshandwerks und war ein großer Melodiker, der entgegen dem Zeitgeist strikt an der Tonalität festhielt. Die Werke des koreanischen Komponisten Isang Yun liegen eher zwischen den Welten, den musikalischen Sphären seiner Heimat und einer neuen Welt. Sein Quintett für Klarinette und Streichquartett Nr. 1 komponierte er in Berlin 1984. Die Werke dieser Zeit sind vom Streben nach Frieden und Harmonie gekennzeichnet. Der in New York lebende und aus Syrien stammende Komponist und Klarinettist Kinan Azmeh ist ein ehemaliges Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra und hier beim 8. Hamburger Kammermusikfest International 2017 u.a. mit einer Uraufführung vertreten. Die New York Times bezeichnet ihn als “Virtuosen mit einem seelenvollem Ton".
Das "Grand Quintetto" (Quintett für Klarinette und Streichquartett B-Dur op. 34) zählt allgemein zu den bedeutendsten Kammermusikwerken von Carl Maria von Weber  und enthält im zweiten Satz Fantasia eine der schönsten melodischen Eingebungen des Komponisten. Das Finale dieses Werkes endet in einem brillanten Passagen-Feuerwerk der Klarinette.

 

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Yamen Saadi (Violine) Israel / Deutschland

Yamen Saadi (Violine) Israel / Deutschland · Violine

Israel / Deutschland

wurde 1997 in Nazareth geboren. Seinen ersten Violinunterricht, erhielt er im Barenboim-Said Konservatorium in Nazareth und studierte anschließend bei dem berühmten Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra, Chaim Taub.

Yamen ist seit seinem elften Lebensjahr(2008) Mitglied des West Eastern Divan Orchestras und fungierte im Jahre 2015 zum ersten mal als Konzertmeister des Orchesters.

Er hat bereits in vielen Musikfestivals und Konzerthallen der ganzen Welt gespielt, wie der Carnegie Hall, KKL, Berliner Philharmonie, Festspielhaus Salzburg und war an der Aufnahme des gesamten Zyklus der Beethoven Symphonien für Decca beteiligt.

Yamen ist dreimaliger Gewinner des AICF Stipendiums und gewann den ersten Preis des Ben Haim Wettbewerbs, sowie einen zweiten Preis im Clermont Wettbewerb.

Sein erstes Solo Konzert spielte er im Alter von elf Jahren mit dem Haifa Orchestra, sowie dem  Harvard Orchestra, dem Orchestra de Valencia und dem Jerusalem Orchestra.

Yamen hat bereits viel kammermusikalische Erfahrung und spielt regelmäßig in den USA und Europa mit namhaften Künstlern und in Festivals, wie dem Jerusalem Festival und dem Rolandseck Festival.

Derzeit studiert er in der neu gegründeten Barenboim-Said Akademie in Berlin, bei Mihaela Martin.

Er spielt auf einer Geige von Carl Becker, welche ihm von Yehuda Zisapel geliehen wird.

Asaf Levy (Violine) Israel / Deutschland

Asaf Levy · Violine

Israel / Deutschland

geboren in Tel-Aviv, Israel, studierte er am Israel Conservatory of Music in Tel-Aviv bei Nava Milo und bei Prof. Petru Munteanu in Rostock. In den folgenden Jahren hat er an Meisterklassen von Leonidas Kavakos, Donald Weilerstein, Miriam Fried und Itzhak Perlman in Israel, Europa und in den USA teilgenommen und war Mitglied des "Perlman Music Program".
2008 erhielt Asaf sein Diplom an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig (in der Klasse von Prof. Roland Baldini), in dem er auch Barockvioline (in der Klasse von Prof. Susanne Scholz) studiert hatte.

Als Solist spielte er mit dem Thelma Yellin Symphony Orchestra, dem Kammerorchester des Israel Conservatory of Music und dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Als Kammermusiker war er Gründungsmitglied des Ensemble Meitar (2003-2006) und hat mit dem Israeli Chamber Project konzertiert. Als Mitglied des “Young Musicians Program” des Jerusalem Music Center nahm Asaf Levy 1999-2002 regelmäßig Kammermusik für den israelischen Rundfunk auf.

Asaf Levy ist ein festes Mitglied des "West-Eastern Divan" Orchestra von Daniel Barenboim, wo er auch als Kammermusiker aktiv ist. Er hat unter anderem auch bei dem Orchestra Mozart (Bologna) unter Claudio Abbado, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin und dem Hamburger Symphonikern gespielt.

2011 wurde seine erste CD mit Erstaufnahmen von Stücken für Violine und Klavier von dem jüdischen-tschechischen Komponist Jaromir Weinberger veröffentlicht, eine Koproduktion von Deutschlandfunk und dem GMB Label.

Seit 2011 spielt er bei der Staatskapelle Berlin.

Sindy Mohamed (Viola) Ägypten / Deutschland

Sindy Mohamed · Viola

Ägypten / Deutschland

wurde 1992 in Marseille geboren, wo sie im Alter von 8 Jahren ihren ersten Violaunterricht erhielt. 2013 schloß sie ihr Bachelorstudium in Paris in der Klasse von Pierre-Henri Xuereb mit der höchsten Auszeichnung ab. Seitdem setzt sie ihre Ausbildung im Rahmen eines Masterstudiums in der Klasse von Prof. Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin fort. Sie besuchte Meisterkurse bei Antoine Tamestit, Roberto Díaz, Morten Carlsen, Nobuko Imai, u.a. Aufgrund ihrer Leidenschaft für Kammermusik schloß sie in Paris auch ein Kammermusikstudium mit ihrem Streichquartett ab. Diverse Meisterkurse bei Hatto Beyerle ergänzen diese Ausbildung. Sindy Mohamed wurde zu internationalen Festivals und Akademien eingeladen wie der 'Seiji Ozawa International Switzerland Academy', 'European Chamber Music Academy', 'Festival Quatuors à Bordeaux', u.a. Im Orchester der Deutschen Oper spielt sie nach ihrer Zeit in der Akademie weiterhin als feste Aushilfe und ist Mitglied im 'West Eastern Divan Orchestra' unter Maestro Daniel Barenboim.

Nassib Ahmadieh (Violoncello) Libanon / Deutschland

Nassib Ahmadieh · Violoncello

Libanon / Deutschland

ist Mitglied des „West-Eastern-Divan-Orchester“ seit 2000, Gründungsmitglied des „Weimarer Klavierquartett“, Initiator und  Künstlerischer Leiter des „Finsterwalder Kammermusikfestivals“ in Süd-Brandenburg, Cellolehrer und freischaffender Cellist.

Er studierte von 1995-2003 am „Conservatoire National Superior Lebanese“ im Libanon. Während dieser Zeit gelangte er durch sein besonderes Engagement im Kammermusikbereich zum West-Eastern-Divan Orchester unter der Leitung von Daniel Barenboim. 2004-2007 setzte er sein Studium mit Hilfe eines Stipendiums von Daniel Barenboim an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar fort. Während seines Studiums in Deutschland war er Solocellist des Hochschulorchesters, Mitglied in mehreren Kammermusikgruppen (z.B. „Neue-Musik-Festival“ in Salzburg und Stuttgart, „Kammermusikfestival Rohlandseck“ unter Leitung von Guy Braunstein u.a), sowie diversen Jugendorchestern (u.a. Mahler Jugendorchester unter Leitung von Claudio Abbado). Seine professionelle Orchestererfahrung erweiterte er in den Staatstheatern von Kassel und Weimar (Mitglied bis 2011), sowie dem Theater Gera-Altenburg (Solo-Cellist) und der Robert Schumann Philharmonie Chemnitz.

2007 erhielt Nassib Ahmadieh den DAAD- Preis für besonderes Engagement ausländischer Studenten. 2011 nahm er in Vertretung des West-Eastern-Divan Orchesters den Westfälischen Friedenspreis entgegen.

Jussef Eisa (Klarinette) Deutschland

Jussef Eisa · Klarinette

Deutschland

studierte Klarinette an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. H.-D. Klaus und Prof. Thomas Lindhorst.

Erweiternde Erfahrungen machte er in internationalen Meister- und Kammermusikkursen bei namhaften Professoren und Musikern, u.a. bei Prof. Francois Benda, Prof. Nobert Kaiser,  Matthias Glander, Eberhardt Feltz und Pierre Boulez.

Von 2010-2012 war er Akademist an der Bayerischen Staatsoper, wo er anschließend ein Jahr lang als stellvertretender Solo-Klarinettist engagiert war. Die gleiche Position hatte er anschließend an der Staatsoper unter den Linden Berlin inne, wo er als Solo Klarinettist an einer Japan Tournee mit dem Bruckner Zyklus teilnahm.

Regelmäßige internationale  Auftritte mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim brachten ihn 2012 als Solist bei den BBC Proms mit ´Dialogue de l’ombre double´ von Pierre Boulez auf die Bühne.

Als Kammermusiker ist er in verschiedenen Ensembles tätig, wie dem Ensemble Kommas und dem neu gegründeten Boulez Ensemble (Berlin).

Als Gast arbeitet er regelmäßig mit namhaften Orchestern, wie dem NDR Elbphilharmonie Orchester , der Kammerphilharmonie Bremen, und dem HR Sinfonieorchester, sowie den Dirigenten Zubin Mehta, Kent Nagano, Kirill Petrenko und Daniel Barenboim zusammen.

West-Eastern Divan Orchestra ·

Seit mehr als 15 Jahren ist das West-Eastern Divan Orchestra eine feste Größe in der internationalen Musikwelt. 1999 rief Daniel Barenboim gemeinsam mit dem zu früh verstorbenen palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said ein Orchester ins Leben mit dem Ziel, den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen des Nahen Ostens durch die Erfahrungen gemeinsamen Musizierens und des Zusammenlebens zu ermöglichen. Sie benannten Orchester und Workshop nach Johann Wolfgang von Goethes Sammlung von Gedichten „West-östlicher Divan“, einem zentralen Werk für die Entwicklung des Begriffs der Weltkultur.

Die ersten Arbeitsphasen fanden in Weimar und Chicago statt. Im Jahr 2002 konnte Sevilla als fester Sitz des Orchesters gewonnen werden, wo es großzügige Unterstützung vonseiten der andalusischen Regierung (Junta de Andalucía) erhält. Das Orchester besteht zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern sowie einigen spanischen Mitgliedern. Sie kommen jeden Sommer zu Probenphasen, angereichert mit Vorträgen und Diskussionen, in Andalusien zusammen, bevor sie auf eine internationale Konzerttournee gehen.

In den Jahren seines Bestehens hat das Projekt immer wieder belegt, dass Musik vermeintlich unüberwindbare Barrieren abbauen kann. Der einzige politische Aspekt der Arbeit des West-Eastern Divan Orchestra ist die Überzeugung, dass es keine militärische Lösung des Nahostkonfliktes geben kann und das die Schicksale von Israelis und Palästinensern untrennbar miteinander verbunden sind. Durch seine schiere Existenz beweist das West-Eastern Divan Orchestra, dass es möglich ist, Menschen zum gegenseitigen Zuhören zu bewegen.

Musik allein kann selbstverständlich nicht den arabisch-israelischen Konflikt lösen. Jedoch gibt sie dem Einzelnen das Recht und die Verpflichtung, sich selbst vollständig auszudrücken und dabei auch dem Nachbarn Gehör zu schenken. Auf den Prinzipien von Gleichheit, Kooperation und Gerechtigkeit für alle beruhend, stellt das Orchester ein Alternativmodell zur derzeitigen Situation im Nahen Osten dar.

Neben symphonischen Werken hat sich das Orchester ein reiches Repertoire aus Oper und Kammermusik erarbeitet. Bisherige Konzerte führten das West-Eastern Divan Orchestra unter anderem in die Berliner Philharmonie, das Teatro alla Scala in Mailand, den Musikverein in Wien, die Carnegie Hall in New York, das Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, das Hagia Eirene Museum in Istanbul, die Salle Pleyel in Paris, den Plaza Mayor in Madrid und das Teatro Colón in Buenos Aires sowie in die Generalversammlung der Vereinten Nationen anlässlich der Verabschiedung des Generalsekretärs Kofi Annan am 18. Dezember 2006 in New York. Zudem ist das Orchester regelmäßiger Gast bei den BBC Proms und Festspielen wie Salzburg oder Luzern.

Das West-Eastern Divan Orchestra ist auf zahlreichen CDs und DVDs zu erleben, u.a. mit Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5, Verdis Ouvertüre zu „La Forza del Destino“ und „Valse Triste“ von Sibelius (2004), Beethovens Sinfonie Nr. 9 (2006) und dem symbolträchtigen Konzert im Kulturpalast von Ramallah (2005). 2011 erschien eine Aufnahme von Schönbergs Variationen für Orchester op. 31 und Tschaikowskys Symphonie Nr. 6 sowie ein DVD-Mitschnitt von den Salzburger Festspielen mit Mozarts Sinfonia Concertante / Beethovens Leonoren Ouvertüre und Schönbergs Variationen für Orchester op. 31 / Tschaikowskys Symphonie Nr. 6; 2012 wurde eine Gesamteinspielung aller Beethoven-Symphonien veröffentlicht. Die Dokumentation “Knowledge is the beginning” von Paul Smaczny wurde mehrfach international ausgezeichnet, so mit einem Emmy Award im Jahr 2006. Im Juli 2013 eine CD-Einspielung von Hector Berliozs „Symphonie fantastique“.

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Telefon: 040 / 390 84 81
E-Mail: info@musikfoerderung.de
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