Horizonte
Hamburg hört russisch – Kammer- und Klaviermusik aus den Weiten des russischen Kulturraumes erklingt im kommenden September zum 3. Male in der Hansestadt. Werke bedeutender russischer Komponisten zu Gehör zu bringen, darunter bekannte wie Tschaikowsky, Strawinsky oder Schnittke, aber auch weniger geläufige wie Rubinstein, Medtner oder Catoire, ist erneut das Anliegen des 3. Russischen Kammermusikfestes.
Schätze russischer Kammermusik aus der Zeit der Spätromantik bis zur Moderne, die in Deutschland noch spärlich in den allgemeinen Konzertrepertoires zu finden sind, gilt es (wieder) zu entdecken.
Das Gewandhausquartett Leipzig – das älteste Streichquartett der Welt – eröffnet den siebenteiligen Konzertzyklus u.a. mit Tschaikowskys 2. Streichquartett. Weitere namhafte Interpreten bzw. Ensembles mit internationalem Renommee konnten auch diesmal verpflichtet werden, darunter bekannte Musikerinnen und Musiker aus Hamburg, die sich auch um die Aufführung russischer Werke verdient gemacht haben.
Der diesjährige Komponistenschwerpunkt ist dem Avantgardisten der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, Nicolaj Roslawez (1881-1944) gewidmet, dem mehrere Werkinterpretationen vorbehalten sind. Roslawez, der in der Periode unmittelbar nach der Revolution einer der tonangebenden Komponisten in der Sowjetunion war, später jedoch in Ungnade fiel und verfemt war, wurde in letzter Zeit im internationalen Konzertgeschehen wieder mehr Aufmerksamkeit zuteil. Einen Vortrag über diesen Komponisten unter spezieller Berücksichtigung der kulturpolitischen Umstände im Russland der 20er Jahre hält die in Hamburg ansässige Musikwissenschaftlerin Marina Lobanova, die zahlreiche Werke von Roslawez herausgegeben hat.
Viele Komponisten, deren Werke zur Aufführung gelangen, stammen aus St. Petersburg, der neben Moskau bedeutendsten Stadt Russlands, nicht nur für die Musikwelt. Hamburg ist seit vielen Jahrzehnten die Partnerstadt St. Petersburgs. Das Ziel des Vereins Musikförderung e.V. ist es nicht zuletzt, diese Partnerschaft auf musikalischem Fundament zu vertiefen. Diesen Horizont zu erweitern ist die spannende Aufgabe, die sich der Verein Musikförderung e.V. gesetzt hat.
Wir wünschen Ihnen spannende Konzertereignisse! Ihr Verein Musikförderung e.V.
“Russische Kammermusik, ein Fest für die Sinne” Hamburger Abendblatt, 09.09.2011
“Düsteres Schwärmen der russischen Melodik” Die Welt, 09.09.2011
“Hochklassige Fundstücke...” Spiegel online, 27.08.2011
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Das Eröffnungskonzert des 2. Russischen Kammermusikfestes 2011 in der Laeiszhalle Hamburg mit dem Philharmonischen Streichoktett Berlin (Mitglieder der Berliner Philharmoniker)
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David Geringas und Jascha Nemtsov in der Laeiszhalle Hamburg 2011
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Das Abschlusskonzert 2011 mit Tanja Becker-Bender und Lilya Zilberstein in der KulturKirche Altona
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